Ihre Optimierungsgesellschaft

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Freitag, 17. Juli 2015

Baufinanzierungskrimi – Fall 3

Dieser Fall macht auf besonders erschreckende Art und Weise deutlich, was einem passieren kann, wenn man an den falschen Partner in Sachen Baufinanzierung oder Anschaffungskredite gerät.
 
 
Manchmal ist es kaum zu glauben, was alles dem Kunden verkauft wird oder wie dessen finanzielle Belastbarkeit völlig außer Acht gelassen wird. Eigentlich müsste der gesunde Menschenverstand da sofort Alarm schlagen. Aber das „Gift der schönen Worte und Versprechen“ vieler Banker wirkt schnell und nachhaltig.

Fall3: aufgedeckt am 03.03.2015.

Diesmal heißt Opfer Peter D. aus Unterjettingen. Er ist Industriemechaniker bei Mercedes-Benz und Besitzer eines Mehrfamilienhauses.
Entgegen den zwei vorausgegangenen Baufinanzierungskrimis beginnen wir diesmal etwas anders. 

Objektwert:

Das Mehrfamilienhaus im Großraum Herrenberg hat einen Wert von ca. 650.000 Euro. 2011/2012 stand eine Sanierung an. Die bestehenden Baudarlehen wurden zu diesem Zeitpunkt auf die Bausparkasse der LBS mit Hilfe eines Zwischenfinanzierungskredits bei der KSK Böblingen umgeschuldet. Soweit alles noch In Ordnung. Doch schauen wir uns die Zahlen etwas genauer an. Bitte schön:

Zahlen, Daten, Fakten:

Peter D. hat 5 Bauspar-Zwischenfinanzierungs-Darlehen mit einer Gesamtsumme von 505.000 Euro und einer monatlichen Belastung von 1.808 Euro zu bedienen. Der Effektivzins liegt bei über 5 %. Dazu kommen üblicherweise ebenso 5 Bausparverträge in Höhe der Zwischenfinanzierungssumme von 505.000 Euro. Allein die Abschlusskosten verschlangen 5.050 Euro. Klarer Fall, dass die Bausparverträge natürlich noch bespart werden und dafür „berappt“ Peter D. monatlich 914 Euro.

Unglaublich, aber wahr: ein Bausparvertrag läuft über 123.000 Euro mit einer  monatlichen Besparung von 122 Euro. Da kann man sich schnell ausrechnen, wann dieser Bausparvertrag bei 50% Besparung zur Zuteilung kommt. Richtig, im Jahr 2051 und Peter D. wäre 80 Jahre alt. Sollte dann tatsächlich die Zuteilung erfolgen, läuft das Bauspardarlehen bis 2061 und Peter D. ist dann mit runden 90 endlich schuldenfrei.
Toll!!!!!!!!     
 
Schauen wir uns die Belastungsberechnung für Peter D. weiter an: Stand heute hat er eine monatliche Belastung von 2.722 Euro. „O.K.“, werden einige unserer Leser/Leserinnen sagen „Geht doch, wenn Peter D. und seine Frau arbeiten“. Dumm nur, dass die Einkünfte der beiden Schulden generieren. So wurden weitere Konsumkredite in Höhe von 100.000 Euro aufgenommen. Die Folgen liegen auf der Hand: Kreditschulden werden nicht wie eine Baufinanzierung erst  in 20 oder 30 Jahren zurückgezahlt, sondern üblicherweise in 3,4, oder 10 Jahren.
Mit anderen Worten: zur monatlichen Belastung kommen weitere 1.683 Euro.
Schlimmer geht´s nimmer. 
Summa summarum müssen monatlich 4.405 Euro aufgebracht werden, um nur die Darlehen und Schulden zu befriedigen. Dabei sind allerdings noch keine Versicherungen, Lebenshaltungskosten und auch kein Urlaub eingerechnet. Nach unserer Kalkulation und der uns vorliegenden Selbstauskunft liegen die Ausgaben bei 6.499,-. Die Einnahmen dagegen bei 6259,69. Damit verbleibt ein Minusbetrag von 239,31 Euro jeden Monat ... und damit baut sich schnell ein weiterer Sollsaldo von 28.717,20 Euro in den nächsten 10 Jahren auf.    

Was soll man von solchen Bankern halten, die immer wieder Geld „locker machen“ und den Kunden damit mehr und mehr in den sicheren Ruin treiben.
Nicht umsonst macht der Begriff „Bangster“ ja schon die Runde. 

Eine Bilanz, die fassungslos macht.

Gesamtschulden:    605.000 Euro
Einkommen, inkl. Miete:    6.259,69 Euro
Ausgaben gesamt:    6.499,00 Euro mtl. Minus 239,31 Euro
Finanzierungskosten:   4.405,00 Euro
Darlehenslaufzeiten i. Schnitt:   40 Jahre
Alter zu diesem Zeitpunkt:    84 Jahre

Die Aufgabenstellung an uns als Die-Baufinanzoptimierer.

Zusammenfassung aller Kredite mit der Möglichkeit, das Objekt komplett abzusichern und die Laufzeit auf 23 Jahre zu reduzieren, also bis zum 68. Lebensjahr von Peter D. 
Am 3.03.2015 haben wir uns den Fall vorgenommen und mit Herrn D. und seiner  Ehefrau ihre Situation bis ins Kleinste, inklusive des drohenden Fiaskos, besprochen.
Am 14.07 2015 war es dann soweit: unser Konzept zur Gesundung und Optimierung der finanziellen Verhältnisse von Peter D. und seiner Frau stand.
Hier die Einzelheiten:
  • Zusammenfassung aller Kredite (teilweise auf der Immobile besichert, teilweise als Ratenkredite zu günstigeren Zinskonditionen als bisher).
  • Reduzierung der Belastung auf 3.278.86 Euro
  • Monatliche Ersparnis von 1.126,14 Euro
  • 24 Jahre Laufzeit bis zur Tilgung / bezahlte Immobilie mit 68 Jahren 
  • Ersparnis über die Gesamtlaufzeit in Höhe von 310.680 Euro.

Als Die-Budgetoptimierer freuen wir uns, dass wir wieder einem Kunden helfen konnten, seine finanziellen Probleme schnell und nachhaltig in den Griff zu bekommen – und dabei noch viel Geld und Zeit zu sparen.

Sollten auch Sie sich, lieber Leser/liebe Leserin oder nette Menschen aus Ihrem Umfeld mit Finanzierungsproblemen aller möglichen Art herumschlagen oder sich von „netten“ Bankern über den Tisch gezogen fühlen, dann schicken Sie eine Mail an Krimi@die-dbo.de
 
Wir lassen Sie nicht im Regen stehen. Unser Wort darauf.
 

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